Am 25. Juli 2026, kurz vor 22:00 Uhr, raste ein Auto absichtlich in die Menschenmenge beim CSD. Dabei kam eine Person ums Leben, 29 weitere wurden schwer verletzt. Knapp zwei Wochen später wurde in der Nähe des Tatorts im Tiergarten ein Denkort für die Opfer eingeweiht.
Es wäre sonst ein festlicher Tag gewesen. Der Christopher Street Day (CSD) zog durch Berlin. Hunderttausende bunte und fröhliche Menschen waren auf den Straßen unterwegs.
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Wie immer fand der CSD seinen Höhepunkt am Brandenburger Tor, wo Live-Musik und Reden von der Bühne aus zu hören waren. Kurz vor 22:00 Uhr fand die Feier ein jähes Ende.
Ein junger, radikalisierter Mann raste mit einem gemieteten Transporter durch den Tiergarten und steuerte dabei auf die große Menschenmenge der CSD-Teilnehmer zu. Dreißig Menschen wurden überfahren. Eine Person starb noch am Unfallort, während 29 weitere ins Krankenhaus gebracht wurden, von denen sich einige in kritischem Zustand befanden.

Foto: Chrissie Sternschnuppe@flickr. CC BY-SA.
Schon am nächsten Tag wurden zwei spontane Gedenkstätten für die Opfer eingerichtet. Eine befand sich im Tiergarten am Tatort, die andere vor dem Brandenburger Tor, wo sich Mitglieder der LGBTQ+-Gemeinschaft versammelten, um zu trauern.
Zwei Wochen später wurde das neue Denkort von Stefanie Remlinger, der Bürgermeisterin des Bezirks Mitte, und dem LSVD, Deutschlands LGBT-Organisation, eingeweiht.
Das Denkort besteht aus einem neu gepflanzten Ahornbaum, der von einem Zaun umgeben ist, an dem Trauernde Beileidsbotschaften anbringen können. Außerdem gibt es dort eine regenbogenfarbene Bank, auf der Menschen in Stille sitzen und der Opfer des Terroranschlags auf dem CSD gedenken können.

Foto: Chrissie Sternschnuppe@flickr. CC BY-SA.
Der Baum wurde gepflanzt, weil der Terrorist gestoppt wurde, als er gegen einen Baum prallte. Der Baum wurde beschädigt, aber jetzt hat der Tiergarten einen neuen Baum.

Standort:
Tiergarten, Berlin
Familienfreundlich: Ja
Preis: Kostenlos
