Am 9. November 1989 um 23:30 Uhr war es vorbei. Die Grenzsoldaten an der Bornholmer Straße konnten sich gegen die riesigen Menschenmassen aus Ostberlin, die nach Westberlin wollten, nicht mehr behaupten. In diesem Moment fiel die Berliner Mauer.
Am 9. November 1989 löste Günter Schabowski, Sekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, versehentlich in einer Live-Fernsehsendung den Fall der Berliner Mauer aus.
Während einer Pressekonferenz wurde ihm ein Zettel mit den neuen Reisebestimmungen überreicht, der unter anderem die Erlaubnis zum Grenzübertritt nach West-Berlin enthielt. Er sollte ihn jedoch nicht vorlesen.
Nach der Verlesung wurde er gefragt, wann die Regelung in Kraft treten würde, und er antwortete:
„Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“
Die Berliner sowohl in Ost- als auch in West-Berlin verfolgten das Geschehen, und die Ostberliner zögerten nicht. Sie eilten zu den Grenzübergängen und Kontrollpunkten in Berlin.
Der Kontrollpunkt an der Bornholmer Straße
Die Grenzsoldaten waren dort stationiert und hatten den Befehl, die Grenze geschlossen zu halten. Doch es kamen immer mehr Ostberliner, und schließlich waren die wenigen Grenzsoldaten der Menschenmenge nicht mehr gewachsen.
Eine halbe Stunde vor Mitternacht gaben die ersten Grenzbeamten nach und öffneten die Grenze an der Bornholmer Straße.
Platz der 9. November 1989
An der Stelle, an der sich früher der Grenzübergang befand, steht heute ein Denkmal, das an diesen historischen Abend erinnert.
Auch ein Abschnitt der Berliner Mauer ist noch erhalten, versehen mit einer zeitlichen Markierung, die die wenigen Stunden zeigt, die vergingen, von dem Zeitpunkt an, als sich die Ostberliner an der Grenze versammelten, bis zu ihrer Öffnung.

Foto: Chrissie Sternschnuppe@flickr. CC BY-SA.
Auf dem Platz sind Tafeln mit Fotos und Texten zu diesem historischen Abend angebracht. Ebenso gibt es zwei Gedenktafeln, von denen eine an der Brücke angebracht ist, über die die Ostberliner strömten, als die Grenzanlage hochgezogen wurde.
Außerdem gibt es dort Bänke, auf denen man Platz nehmen und die Geschichte des Platzes und der Brücke auf sich wirken lassen kann.

Foto: Chrissie Sternschnuppe@flickr. CC BY-SA.
Manche von uns können sich noch an das Ereignis und das Kribbeln im Bauch erinnern, als die Berliner Mauer fiel. Jüngere Menschen müssen sich mit den Bildern und den Erzählungen begnügen.
Und du kannst genau an der Stelle stehen, an der die friedliche Revolution in Ostdeutschland ihren Höhepunkt erreichte.

Standort:
Bornholmer Straße 61,
10439 Berlin
Familienfreundlich: Ja
Preis: Kostenlos

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